28.01.2009

Glänzende Wände mit Tadelakt

Traditionelle Kalkputzkunst aus Marokko

(dup) – Früher dienten Wände vor allem als „Aufhänger“ für Bilder, heute sprechen sie ihre eigene Sprache: Dank neuer Putztechniken bekommen sie eine ganz neue Bedeutung. Oberflächen mit besonderer Aussagekraft schafft Tadelakt, ein Kalkglanzputz, der zu neuen Ehren kommt.  Tadelakt, eine Gestaltungstechnik aus Marokko, schafft einmalig lebendige Oberflächen mit glänzendem Charakter.  
Keine Tadelaktwand gleicht der anderen: Jede stellt ein Meisterwerk der Handwerkskunst dar. Deshalb erfordert auch die Herstellung Sorgfalt, Fingerspitzengefühl – und etwas Zeit. Denn auf die Schnelle lässt sich das Glanzstück unter den eigenen vier Wänden nicht „produzieren“. Wer sich jedoch auf den etwas aufwändigeren Schaffensprozess einlässt, wird mit einem einzigartigen Erscheinungsbild belohnt.
Für die Herstellung von Tadelaktwänden gibt es kein Patentrezept: Eine Fläche kann innerhalb von drei Stunden fertig gestellt sein oder 24 Stunden benötigen. Der Kalkglanzputz reagiert sensibel auf die unterschiedlichen Untergründe, Luftfeuchtigkeiten und Temperaturen, erfordert das genaue Beobachten der Trocknungsvorgänge und Gespür für die Materialeigenschaften. Etwas Erfahrung ist notwendig, um den richtigen Zeitpunkt für den nächsten Verarbeitungsschritt zu erkennen. 
Das Handwerk des Auftragens ist jedoch einfach: Das trockene Material wird in Wasser gegeben, umgerührt, bis eine feste Masse entstanden ist, die nicht von der Kelle läuft. Der Anwender zieht in der Regel zwei Putzschichten auf. Danach ebnet und glättet, verdichtet und verpresst er die Fläche mit der Kelle. Abschließend trägt er verdünnte Olivenseife mit dem Pinsel oder der Sprühflasche auf, um eine wasserfeste Oberfläche zu schaffen. Den abschließenden, besonderen Schliff erhält die Wand durch das Polieren mit einem Stein und einer zum Bausch geformten Knitterfolie – eine Bearbeitung, die den Glanzeffekt weiter erhöht. Durch die Beimischung von Pigmenten erhalten Tadelakt-Wände eine Abtönung, traditionelle marokkanische Veredelungstechniken wie das „Sgraffito“ kratzen filigrane Muster hinein.
Glänzende Auftritte legen Wände hin, die auf diese Art bearbeitet worden sind. Und wie bei einem Wein, der seinen besonderen Charakter mit dem Reifungsprozess im Alter erhält, gewinnt eine Tadelaktwand mit den Jahren an Ausdruckskraft. Selbst kleine Haarrisse, die im Laufe der Zeit entstehen können, bereichern das Gesamtbild.  
Lebendig statt gleichförmig und trotzdem perfekt: Wände mit dieser besonderen Tiefenwirkung kreiert der geschulte Fachanwender. Doch auch geschickte Laien können die Handwerkskunst erlernen und in den eigenen vier Wänden ihr Meisterwerk abliefern. Informationen zur Technik und zum Produkt gibt es unter www.casanatura24.de. 

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